Zielsetzung & Methodik

Deutsche Hypo Immobilienklima

Vom Deutschen Hypo Immobilienkonjunktur-Index...

Die Immobilienwirtschaft ist maßgeblicher Bestandteil der deutschen Volkswirtschaft. Als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige trägt sie maßgeblich zur Wertschöpfung bei. Doch trotz des hohen Stellenwertes für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung existierte lange Zeit keine umfassende und regelmäßige sowie aktuelle konjunkturelle Branchenanalyse.

...zum Deutsche Hypo Immobilienklima

In den letzten Jahren wurde immer mehr Kapital grenzüberschreitend und bevorzugt in Portfoliotransaktionen investiert. Zur Portfoliosteuerung wird es daher immer wichtiger zu wissen, wie sich die Immobilienwirtschaften in den einzelnen Märkten entwickeln.

Aus diesem Grund wird die Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur ab April 2018 um die fünf wichtigsten europäischen Immobilienmärkte ergänzt. Mit Einführung der europäischen Immobilienkonjunktur REECOX im April 2018 wurden Immobilienklima und Immobilienkonjunktur auf zwei unterschiedlichen Plattformen platziert:


  • Das Immobilienklima, basierend auf einer Befragung von 1.200 deutschen Marktexperten ähnlich des ifo-Konjunkturtests speziell für die Immobilienwirtschaft, ist ab sofort auf der Webseite www.deutsche-hypo-immobilienklima.de zu finden.
  • Die Immobilienkonjunktur für Deutschland sowie für weitere fünf europäische Länder finden sich ab April 2018 auf www.reecox.de bzw. der URL mit den jeweiligen Länderkennungen von Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Spanien.

  • Die Indikatoren der Deutschen Hypo leisten mit dieser Erweiterung einen noch höheren Beitrag zur Markttransparenz im Bereich der deutschen und europäischen Immobilienwirtschaft. Da es diese in dieser Form zuvor nicht gegeben hat, haben sie sich seit ihrer Einführung als Benchmark-Indikator für diesen Wirtschaftszweig entwickelt.

    Was ist das Immobilienklima?

    Entscheidungsträger im Immobilienbereich können wie jeder Mensch nicht rein ökonomisch orientiert bzw. durchrationalisiert handeln. Bei der Entscheidungsfindung fließen daher neben ökonomischen Fakten auch psychologische Elemente mit ein. Die gefühlte Geschäftslage ist daher von großer Relevanz. Mit einer breit angelegten Befragung zum Immobilienklima wird die gefühlte Geschäftslage, das Immobilienklima, gemessen.



    Im Rahmen einer Online-Umfrage werden über 1.200 marktrelevante Entscheidungsträger befragt. Ziel ist es, mit bewusst wenigen Fragen ein treffendes Stimmungsbild der Immobilienbranche schnell zu ermitteln. Hierbei werden Meinungsbilder zu den Entwicklungen der fünf etablierten Immobilienassetklassen Büro, Handel, Wohnen, Logistik und Hotel erfragt. Zu den Befragten zählen Projektentwickler, Investoren, Banken, Versicherungen, Betreiber, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen aller typologischen Teilbereiche des Immobilienmarktes.

    Das Immobilienklima dient als Frühindikator, mit dessen Hilfe kurzfristige Konjunkturprognosen erstellt sowie konjunkturelle Wendepunkte leichter identifiziert werden können. Es setzt sich aus folgenden zwei Komponenten zusammen:


  • Investmentklima: Das Investmentklima misst das Investitionsinteresse von Immobilieninvestoren und damit die Preis- und Wertentwicklung. Diese Teilkomponente wird über die Investmentnachfrage und die Preisentwicklung errechnet.
  • Ertragsklima: Das Ertragsklima misst die Flächennachfrage des Marktes sowie den Druck auf die Mietpreisentwicklung. Diese Teilkomponente wird über die Ertragsklimakomponente sowie das Mietklima ermittelt.

  • Daneben werden Teilklima-Werte für die jeweilige Assetklasse gebildet.

    Sowohl das Immobilienklima als auch die Teilklimawerte werden in Zählerpunkten gemessen. Die Skala des Immobilienklimas reicht von 0 bis zu 200 Zählerpunkten. Aus den Einzelkomponenten des Befragungsrücklaufs wird für die Immobiliensegmente Büro, Handel, Wohnen, Logistik und Hotel ein eigenständiger Klimawert (Büroklima, Logistikklima usw.) errechnet, der die Stimmung und das Vertrauen in dieses Segment anzeigt. Werte unter 100 deuten zunehmende Unsicherheit bzw. Skepsis an.